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Neuer Anfang.

Diese Woche hab´ ich mit meiner Fachhochschulreife angefangen.
Was ich mir bis dahin vorgenommen hatte (auf meine Wohnung bezogen), habe ich nicht geschafft. Ich war schlichtweg zu faul. Auch mein Versuch mit „jeden Tag ein Bisschen" hat sich mit der Zeit im Sand verlaufen. Also alles beim Alten. Die einzige Veränderung befindet sich mitten in meinem Gesicht - mein Septum.

Zurück zur Hochschulreife.
Der erste Tag war sehr chaotisch. Angefangen bei einer Baustelle auf der Bundesstraße, weiter mit vollkommener Orientierungslosigkeit und Befinden im falschen Gebäude, bis hin zur Panik und der Überlegung am 2. Tag einfach nicht mehr hinzugehen. Hauptsächlich deshalb, weil mir die Lehrer, mit ihren Zeitplänen und Vorstellungen, einfach Angst gemacht haben.

Diese Woche wirkten so viele Eindrücke auf mich ein, die ich noch nicht verarbeitet hab´. Der Stoff macht mir wirklich Angst. Alle wissen genau, was sie nach diesem Jahr machen wollen - außer mir und schon die erste Mathestunde hat mich an meine Grenzen gebracht. Meine Annahme, dass ich durch meine kaufmännische Ausbildung einen Vorteil habe, hat sich genau so schnell zerschlagen, wie ein Haus unter einem Tsunami.

Es ist wie im Kino. Man glaubt zu wissen wie der Film ausgeht - die Hauptfigur bewältigt das Leben. Doch, wenn die Hauptfigur das Leben nicht bewältigt, sondern vom Leben überwältigt wird, sind wir verwirrt, weil unsere Erwartungen nicht erfüllt wurden.

Am Rande der Verzweiflung (nach der Physikstunde) hatte ich ein Gespräch mit einem Bekannten meines Vaters. Er hat mir Mut gemacht. Ich weiß nicht mehr genau was er gesagt hat (was daran liegen könnte, dass ich in dieser Nacht mit 1 Stunde Schlaf auskommen musste) aber offenbar war es genau das, was ich in diesem Moment hören musste.
Desweiteren  muss ich an meinen Schulungsleiter denken, der immer gesagt hat, dass man nicht auf die negative Seite kommen darf, weil man sonst blockieren würde.

Nun liegt es allerdings nicht in meiner Natur positiv zu denken.
Genauso viel und gleichzeitig nichts sagend, so deprimierend mit einem Funken von Hoffnung, so vorhersehbar und doch so unerwartet, so aufgewühlt wie das Meer nach einem Sturm, genauso fühl ich mich.

where is my mind?

13.9.13 20:58


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